BLOG | 14.1.2026
Die Microsoft Preisschraube dreht sich weiter – nach oben!

Uwe Franke
Consultant
Die Lizenzkosten steigen immer weiter - wie können Sie diese vermeiden?
Neuerliche Ankündigung von Microsoft - im Sommer 2026 steigen die Preise erneut. Ankündigung erfolgt in einem Blogartikel.
Kurz zusammengefasst – neue KI-Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen, dafür höhere Preise!
Wesentliche Neuerungen:
- Copilot Chat
wird weiter ausgebaut und tief in Office-Apps integriert, inklusive Kalender- und Posteingangsverständnis sowie Agentenfunktionen. - Verbesserte Sicherheit
Erweiterte E-Mail-Schutzfunktionen werden in Office 365 E3/Microsoft 365 E3 integriert; mehr URL-Schutz auch für E1 und Business-Tarife. - Mehr IT-Tools
Zusätzliche Intune-Funktionen für Endpunktmanagement (z. B. Remote Help, Advanced Analytics) kommen in E3/E5. - Security Copilot
wird in die Arbeitsabläufe von Security-Teams eingebettet und für alle Microsoft 365 E5-Kunden verfügbar.
Microsoft betont fortlaufende Investitionen in Innovation, Produktivität und Sicherheit – über 1.100 neue Funktionen im letzten Jahr – und sieht diese Updates als nächsten Schritt in eine KI-gestützte, sichere Zukunft.
Copilot Chat
Ist bereits kostenlos verfügbar, soll aber noch weiter ausgebaut, verbessert, und erweitert werden, vor allem in die Office-Apps wie Outlook, Word, Excel und PowerPoint.
Die meisten Anwender nutzten nicht alle Features, die diese Applikationen bieten - es kann sein, dass nun weitere ungenutzte Features hinzukommen.
- Die meisten arbeiten nur mit Grundfunktionen wie:
- einfache Formeln (SUMME, WENN, VERKETTEN …)
- Sortieren/Filtern
- einfache Formatierungen
- grundlegende Diagramme
- In Zukunft dafür teurer, aber dafür mit KI-Unterstützung?
Verbesserte Sicherheit
Microsoft Defender für Office 365 Plan 1 wird in M365E3 integriert - war bisher nur in der M365E5 Suite oder M365E5 Defender Suite vorhanden oder als eigenständiger Plan erhältlich.
Wird standardmäßig für ALLE Benutzer im Tenant aktiviert (alle Nutzer müssten laut Microsoft Produktbestimmungen lizenziert werden!!!) - Administratoren müssen dann sicherstellen, dass nur Lizenzierte Nutzer von diesem Service profitieren können.
Mehr IT-Tools
Intune Remote Help: wird auf Tenant-Ebene aktiviert und kann nicht eingeschränkt werden.
Hat der Hersteller Zugriff auf den Tenant, können die aktivierte Services eingesehen werden, Nachforderungen könnten die Folge sein.
Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft Preise erhöht - hier eine kleine Chronologie…
Zukünftig wird Microsoft dies halbjährlich überprüfen und unter Berücksichtigung der Wechselkursschwankungen gegenüber dem USD bewerten. In Euro Ländern waren das +11%.
Seitdem wurde kein Preis reduziert!
Teams Phone + 5%
Power BI Pro und Power BI Premium + 40%
Für Level D-Endkunden entsteht bei Vertragsverlängerung ein neuer Basispreis, der 13% höher ist als im bestehenden Vertrag.
Die Währungsschwankung wären zwar ca. -10%, aber im €uro-Raum sind wir auch mit -7,4 % zufrieden, wir wollen ja nicht, dass Microsoft am Hungertot nagt und eventuell bei den Investitionen in die Cloud/KI zu sparen anfängt. Auch wäre eine Anpassung bereits im Oktober 2025 möglich/notwendig gewesen, durch diese Verzögerung werden aber sicherlich die Aktionäre wieder zufrieden gestellt.
Fallbeispiel:
Kunde hat ein Enterprise Agreement im Level D (ab 15.000 Seats) mit M365E3, einige User verwendend die Festnetztelefonie, Meetingräume mit Teams, einige Power BI Pro, im Vertrieb ist Dynamics 365 CRM im Einsatz.
Zusätzliche Produkte wie Visio, Project, Exchange Online oder Copilot ebenso wie Produkte für die Infrastruktur (z.B. Windows/SQL Server) nicht berücksichtigt.
Ebenfalls nicht berücksichtigt sind Steigerungen der Mengen oder Umstieg auf andere Produkte (z.B. M365E3 auf M365E5).
Ein Kunde im Level D kauft auf sicherlich nicht zum Listpreis ein sondern erhält in den Vertragsverhandlungen noch einen Rabatt, dieser wird aber eigentlich die letzten Jahre eher geringer, außer man kauft das, was Microsoft will, dann sind auch höhere Rabatte möglich.


Teams Room Standard gibt es nicht mehr – der Kunde muss Teams Room Pro erwerben (mehr Funktionen) - auch wenn diese nicht benötigt werden.

Alle Funktionalitäten und Services gleich wie im Vorvertrag.
Vertrag für 3 Jahre wird um 18,00% teurer – um 3.394.864.80€ Mehrkosten
Prognose für Juli 2026
In den 3 Vertragsperioden (Vergleich Vertrag 1 zu Vertrag 3) eine Erhöhung von +6.559.833,60 € → eine Steigerung von 42,60%.
Dafür bei den Services für Meetingräume (Teams Room) mehr Funktionalitäten, mehr Security in der M365E3. Mehr IT-Tool und KI-Agents in den Produkten/Services inkludiert.
…dafür fast das doppelte zahlen?
Liebe Microsoft, Ihr habt gute Produkte, diese funktionieren und man kann damit arbeiten.
Aber vielleicht wisst Ihr es noch nicht - es gibt Unternehmen die z.B. bei Security und IT-Tools auf andere Technologien/Hersteller setzten und auch Mitarbeiter in den Unternehmen, die nicht unbedingt KI-Features in den Produkten benötigen und auch nicht verwenden.
Liebe Endkunden, wie lange geht der Krug noch zum Brunnen, bis er bricht?
Alle Preise steigen, auch die Softwarekosten!
Ohne Software wird der Betrieb auch nicht funktionieren, Brieftauben, Tontafeln und Rechenschieber sind ein wenig aus der Mode.
Was können Sie tun, damit die Softwarekosten nicht noch mehr steigen?
Softwarekosten lassen sich auf mehreren Ebenen wirksam reduzieren – organisatorisch, vertraglich und technisch.
1. Transparenz schaffen (Basis für alles)
2. Überlizenzierung vermeiden
3. Kontinuierliches Lizenzmanagement etablieren
4. Verträge und Konditionen aktiv verhandeln
5. Lifecycle-Management verbessern
6. Alternativen und Standardisierung prüfen
7. Outsourcing & Experten-Know-how nutzenn
Kurz gesagt:
Kosten sinken dort am stärksten, wo Transparenz, klare Prozesse und aktive Steuerung zusammenkommen. Oft reichen schon wenige gezielte Maßnahmen, um spürbare Einsparungen zu erzielen.
Auch die Unterstützung bei Vertragsverhandlungen durch externe Experten kann schon sehr viel Geld einsparen - die externen Experten haben vielleicht schon mehr Verträge mit Microsoft verhandelt/begleitet und können Ihre Erfahrungen auch bei Ihren Verhandlungen mit einbringen.
Auch können diese Experten hinweisen, auf was bei der Lizenzierung bei Microsoft zu achten ist, welche Auswirkungen die Produktsuiten auf Ihre Compliance und ev. Nachforderungen durch den Hersteller haben könnte (z.B. Tenant-Aktivierung die nicht einschränkbar ist).
Die Kosten eines solchen Projektes haben sie normalerweise in den Vertragsverhandlungen wieder wettgemacht - ohne, dass Sie ihre Services oder Infrastruktur komplett umbauen müssen.
Beginnen Sie jetzt mit einem unverbindlichen Erstgespräch – und verschaffen Sie sich Klarheit über das tatsächliche Optimierungspotenzial Ihres Lizenzbestands.
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Uwe Franke
Consultant
